Mittwoch, 11. März 2015

2-Monats Zwischenstand vom Neujahrsvorsatz

es ist schon März und damit Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.

Mein einziger wirklicher Vorsatz für dieses Jahr war die 50 Bücher Marke.
Alles andere wie Abnehmen etc wird dank gesundheitlichen Unwägsamkeiten erst ein Mal nach hinten geschoben. Nur das Fasten habe ich mir noch auferlegt - ich will von Aschermittwoch bis Karfreitag fasten - und zwar Fleisch und Erzeugnisse daraus sowie Alkohol und herzhafte Knabbereien. Das hatte ich mir schon mehrmals vorgenommen, aber immer nicht geschafft. Leider fällt auch immer mindestens ein Geburtstag in der Familie in diese Zeit.
Dieses Jahr sieht es gut aus, ich habe heute schon 3 Wochen  - und damit die Hälfte - geschafft.
Und weil ich darauf sehr stolz bin, dürfen das alle bei MMI auch sehen.

Nicht ganz so gut sieht meine Buchbilanz aus.
50 Bücher in 52 Wochen sollten zu schaffen sein - wenn man nicht noch sein eigenes Buch korrigiert und überarbeitet - das habe ich mittlerweile bestimmt 50 Mal gelesen - zählt aber nicht. *lach*
Immerhin ist ein Ende in Sicht, die finale Version ist von den Testleserinnen abgenickt und Calliope ist sogar schon vorbestellbar, bevor es am 01.04. zuerst als Kindle-ebook und kurz dannach dann als Softcover Taschenbuch erscheint.
Ich bin so aufgeregt, das glaubt man kaum und am Wochenende fast im Kreis gehüpft als das erste Exemplar vorbestellt wurde.

Zurück zu den Büchern die für die Statistik relevant sind.
Gelesen habe ich bis jetzt 4 in 10 Wochen - ich hinke also stark hinterher

  1. Die Flüsse von London, Ben Aaronovitch
  2. Schwarzer Mond über Soho, Ben Aaronovitch
  3. Ein Wispern unter Baker Street, Ben Aaronovitch
  4. Der böse Ort, Ben Aaronovitch


Allerdings habe ich derzeit 4 Probelese-Exemplare für meinen Ebookreader über lovelybooks Leserunden bekommen. Die sind zum Teil halb fertig, zum Teil ganz neu auf dem Gerät - dürften die Statistik aber heben ;)
Ich finde es sehr spannend, denn 3 der Autoren sind ebenfalls Selbstpublisher, einer wie ich "Ersttäter" - und das möchte ich gern unterstützen.Grundsätzlich sind alle 4 sehr verschiedene Genres - Fantasy, Lieberoman, Kurzgeschichte, Science Fiction - ich bin sehr gespannt.

  1. Thoughtless: Erstmals verführt, von S.C.Stevens
  2. Henkersmahlzeit und andere Delikatessen, von Franco Bollo
  3. SQUIDS (Gesamtausgabe): Die phantastische Reise des Jake Forrester, von Leo Aldan 
  4. Die versunkene Stadt: Götterdämmerung-Trilogie Erster Band , von Katharina V. Harder

Dienstag, 10. März 2015

Gelesen: Der böse Ort, Ben Aaronovitch

 

Die Fakten

Titel:   Der böse Ort
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum:  01.05.2014
Gelesen: 06.03. - 08.03.2015
Bewertung in meinem Buchtagebuch: 5/5

Meine Meinung

Im 4. Buch der Peter Grant Reihe beschäftigen wir uns mit einigen mysteriösen Mordfällen, die auf den Erzfeind Nr. 1 - den Gesichtslosen schließen lassen.
Nur das plötzlich an mehreren Ecken Tote auftauchen, die kaum zu erklären sind - ein glücklicher Mann begeht wie ferngesteuert Selbstmord, ein Anderer hat einen Autounfall durch den man auf die Spur eines Mordes ohne Motiv kommt, ein weiterer Verdächtiger versucht ein wertvolles magisches Buch aus der Weißen Bibliothek zu Weimar zu verkaufen und wird später von Peter gefunden - gekocht durch seine von innen brennenden Knochen.
Alles höchst mysteriös und alles mit einem schon verstorbenen Architekten verknüpft, der sich in Highgate Hill ein Haus gebaut hat um sein größtes Werk - den Sozialwohnbaublock "Sky Gardens" zu betrachten.
In eben den ziehen Peter und Lesley um Undercover zu arbeiten.
Sie treffen auf die üblichen Nachbarn solcher Blocks - die Matrone samt Hehlersohn, die gefallene Prinzessin, den Aktivisten. Gleichzeitig versuchen die beiden als Art Köder für den Gesichtslosen zu arbeiten.
Wir treffen auf Nymphen, erfahren das es auch in Väterchen Russland noch Praktizierende gibt und eine dieser "Nachthexen" in London lebt, nehmen an einem Frühlingscour von Vater und Mutter Themse samt peinlichem, männlichen Wettbewerb teil und entdecken das Peters Faible für Architektur sehr groß ist. Nightingale darf endlich ein Mal in volle Fahrt kommen und am Ende erwartet uns eine noch größere Überraschung - Peter schafft es, dem Gesichtslosen gegenüber zu stehen und ihm die Maske abzunehmen...


An vielen Stellen dieses Buches habe ich herzhaft lachen müssen, Peters Kommentare sind zum Teil so bissig und aus dem Leben gegriffen. Beispiel gefällig?


"...und eine Sekunde lang spürte ich, wie der Wind mich hob, fühlte grenzenlose Freude, dem ständigen Zug der Erde entkommen zu sein - frei zu sei.
Dann kriegte ich von der Erde eins in die Fresse...."

"...Wird diese Schwingung zu groß, kann sie leicht die strukturelle Stabilität überschreiten, und handelt es sich um sozialen Wohnungsbau, hat man im Nu ein Betonsandwich mit pürierter Bewohnerfüllung."

"...Mir war klar, dass ich bei einem Angriff von nicht so großem Nutzen wäre wie Thomas „Oh, sorry, war das ihr Tiger-Panzer?“ Nightingale...."


Gerade das letzte muss man sich im Kopf mit Oberschicht-Gehabe und Tweedanzug vorstellen - Nightingale ist einfach der Beste.


Fazit
Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich habe auch nur ein Wochenende gebraucht um es zu beenden. Im letzten Drittel wurde mir klar - wir werden den Gesichtslosen wohl nicht fassen, dafür reicht der Platz nicht mehr. Doch ich wurde eines besseren belehrt - nur um dann auf den letzten 10 Seiten in akute "Was zum Teufel?!" und "Figur XXX kam mir eh schon immer suspekt vor!" Ausbrüche zu verfallen.
Die Tatsache, dass ich bis September warten muss, bis Band 5 - Fingerhut-Sommer - erscheint, finde ich gerade ziemlich blöd. Weil ich wissen will, wie es weitergeht. Ich könnte mir jetzt die englische Version kaufen - Foxglove Summer- bin mir aber nicht sicher ob ich mittendrin noch umsteigen will.

Montag, 9. März 2015

Gelesen: Ein Wispern unter Baker Street, Ben Aaronovitch

 

Die Fakten

Titel:   Ein Wispern unter Baker Street
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum:  01.06.2013
Gelesen: Februar 2015
Bewertung in meinem Buchtagebuch: 5/5

Meine Meinung


Auch der dritte Band um den liebenswürdig verschrobenen Peter Grant und seine mystischen Kollegen bietet gute Unterhaltung. Genau genommen war es sogar dieses Buch, das ich als aller Erstes in der Reihe in den Händen hielt. Ja ich gebe zu - Baker Street, da hat das Schild mit "Sherlock Holmes" ganz groß geblinkt in meinem Kopf. Tatsächlich wird der gute Detektiv aber nur kurz in Form seiner Statue erwähnt - Peters Fall findet anderweitig statt.
Nämlich in den U-Bahn Tunneln und Abwasserkanälen der Stadt.
Zuerst treffen wir auf Abigail - ein Mädchen aus dem Umfeld von Peters liebenswürdiger, englisch-sierra-leonischer Familie, die ihn und Lesley auf einen Geist aufmerksam macht - die "Pfadfinderabteilung" des Folly ist geboren.
Der eigentliche Fall startet in einem der U-Bahn  Schächte - dort wurde ein junger Mann ermordet - unglücklicherweise Sohn eines amerikanischen Senators. Damit hat Peter nicht nur mit den üblichen Vorurteilen innerhalb der MET zu kämpfen - die "Isaaks" werden eher nicht den Beliebtheitspreis gewinnen - sondern muss sich auch noch mit einer Vertreterin des FBI, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgt, herumplagen.
Der Mitbewohner des Opfers - Zach - stellt sich als "Demi-Fae" heraus und nimmt Peter und seine Kollegin Lesley - die mittlerweile auch zum Folly gehört - mit in die Unterwelt, die wesentlich magischer ist als man glaubt.
Dr. Walid, der Spezialeinsatzleiter Frank Cafffey,  Sergeant Kumar von der BTP, Molly, Tyburn. Fleet - alles liebgewonnene, altbekannte Charaktere, die wir wiedertreffen.
Einige Hintergrund Informationen werden intensiver beleuchtet. 
Zum Beispiel trifft Peter auf eine Chinesische Dame aus Taiwan, die auch Zauberin ist - sein Mentor Nightingale hatte mit der Einschätzung, der Niedergang der Zauberei sei da, nicht ganz recht.
Es hat sich im Übrigen herausgestellt das Ettersberg tatsächlich DER Ettersberg ist und die Nazi's ein Mal mehr als Bösewichte herhalten dürfen. Dr. Mengele lässt grüßen, haben sie doch an den inhaftierten Zauberern Versuche vorgenommen. Zum Glück lässt sich Aaronovitch nicht zu sehr darüber aus und das man mit diesem Feindbild arbeiten kann zeigt ja auch Indiana Jones eindrucksvoll.
Leider erfahren wir immer noch nicht, wer der Mann ohne Gesicht ist - darauf müssen wir uns noch etwas gedulden.


Fazit
Der Schreibstil von Aaronovitch ist wie immer locker und leicht, gespickt mit Seitenhieben auf bekannte britische Popkultur Phänomene wie Dr.Who oder auch James Bond.
Das Ende ist etwas überraschend, aber glaubwürdig und hat mich dazu veranlasst sofort mit Band 4 - Der böse Ort fortzufahren.
Einige Personen sind mir sehr ans Herz gewachsen, mit anderen habe ich so meine Probleme - mehr will ich dazu nicht verraten, denn das wäre ein Spoiler für Band 4.
Wie immer eine klare Leseempfehlung von mir - diese Bücher machen einfach Spaß.